Site stats ≡ Ärzte alarmiert durch starken Anstieg einer stillen Killer-Krebsart ➤ Brain Berries

Ärzte alarmiert durch starken Anstieg einer stillen Killer-Krebsart

Advertisements

Ein furchterregender Krebs, der einst jährlich 30.000 Menschenleben forderte, erlebt derzeit in ganz Amerika ein stilles Comeback … und Ärzte schlagen Alarm. Viele Jahre lang war Magenkrebs die tödlichste Krebsart des Landes.

Die Zahl der Fälle ging zurück, als immer mehr Menschen mit dem Rauchen aufhörten, doch nun steigen die Zahlen aus unerklärlichen Gründen – und auf beunruhigende Weise – wieder an.

Die ersten Warnzeichen sind leicht zu übersehen: Blähungen nach kleinen Mahlzeiten, Verdauungsstörungen und Übelkeit. Viele führen sie auf weniger schwerwiegende, vorübergehende Beschwerden zurück. Unentdeckt dringt der Krebs still und leise tief in die Magenwand ein und breitet sich dann im ganzen Körper aus.

Die Überlebensstatistiken sind düster. Insgesamt überleben nur 37 Prozent der Patienten fünf Jahre nach ihrer Diagnose. Bei Patienten, bei denen die Diagnose im Stadium IV (dem fortgeschrittensten Stadium der Krebserkrankung) gestellt wird, sinkt diese Zahl auf 7,5 Prozent.

Jahrzehntelang galt Magenkrebs als eine Erkrankung des Alters, von der vor allem Menschen über 65 Jahre, insbesondere Raucher, betroffen waren.

Georgia Gardiner wurde im Alter von 28 Jahren mit Magenkrebs diagnostiziert, nachdem sie eines Sommers plötzlich unter Übelkeit und Magenkrämpfen litt.

Der Schlagzeuger der Alternative-Rockband Steven Kopacz wurde im Alter von 33 Jahren mit Magenkrebs diagnostiziert, nachdem er unter anhaltenden Magenschmerzen gelitten hatte. Er unterzog sich einer Operation, bei der ihm der gesamte Magen entfernt wurde, sowie einer Chemotherapie. Er lebt in Florida.

Seit den 2010er-Jahren ist jedoch ein Anstieg der Fälle bei Erwachsenen unter 50 Jahren zu verzeichnen, der jährlich um etwa ein Prozent zunimmt. Bei Frauen steigt die Zahl der Fälle doppelt so schnell wie bei Männern, nämlich um etwa drei Prozent pro Jahr. Ärzte warnen vor einem Anstieg von Magenkrebs bei jüngeren Erwachsenen, selbst bei Menschen, die gesund erscheinen und keine typischen Risikofaktoren aufweisen.

Dr. Amar Rewari sagt, dass er mittlerweile jeden Monat ein oder zwei Magenkrebspatienten behandelt, während er früher nur alle paar Monate so viele Fälle hatte. Studien bestätigen diesen Trend. Zwischen 2000 und 2018 stieg die Zahl der Magenkrebsfälle bei Menschen unter 55 Jahren, während sie bei Menschen über 50 Jahren zurückging.

Fachärzte sagen, dass der Krebs oft schwer frühzeitig zu erkennen ist, da die Symptome vage sind. Viele Patienten leiden unter Magenschmerzen, Blähungen, Aufstoßen oder leichten Verdauungsproblemen und gehen davon aus, dass es sich um Sodbrennen handelt. Aus diesem Grund wird die Diagnose oft erst gestellt, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Spätere Symptome können Schluckbeschwerden, Erbrechen, Gewichtsverlust, Eisenmangel und schwarzer Stuhl sein.

Bei mehreren Patienten wurde die Diagnose erst nach Jahren unerklärlicher Symptome gestellt. In vielen Fällen gingen die Ärzte zunächst von Stress, Geschwüren oder Reflux aus.

Experten sind sich nicht sicher, warum Magenkrebs bei jüngeren Erwachsenen zunimmt, aber mögliche Ursachen sind Rauchen, Alkoholkonsum, salzige oder verarbeitete Lebensmittel sowie eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori.

Trotz dieser Bedenken sagen Ärzte, dass sich die Behandlungs- und Erkennungsmethoden verbessert haben. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass heute mehr Fälle in einem früheren Stadium diagnostiziert werden, was die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erhöht.