Russland hat einen umfassenden Krieg gegen die Ukraine angefangen

Obwohl der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine seit fast acht Jahren andauert, haben erst die letzten Entwicklungen die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sein Ausmaß und seine möglichen Auswirkungen zumindest auf den Rest Europas gelenkt. Zunächst begann Russland 2014 einen Krieg mit der Ukraine, indem es die Krim und Teile der Regionen Luhansk und Donezk besetzte. Damals waren die internationalen Medien und die politischen Entscheidungsträger in Westeuropa der Ansicht, dass dies ausschließlich „ein Konflikt im Osten“ sei, „eine Situation“, die für den Rest der Welt nicht unbedingt zu besorgniserregend sein sollte. Am 24. Februar 2022 änderte sich jedoch alles, nachdem Russland einen umfassenden Krieg gegen die Ukraine angefangen hatte, dem sich der Rest der Welt und sogar die eigene russische Bevölkerung in großem Umfang widersetzen.

In den letzten 7 Tagen hat Russland Raketen auf ukrainische Flughäfen, Kasernen, Brücken und andere wichtige Infrastrukturen abgefeuert. Ihre Raketen treffen Wohnhäuser, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten und töten Frauen und Kinder. Menschen im ganzen Land verstecken sich in ihren Kellern und in der U-Bahn. Frauen und Kinder versuchen nach Polen, Ungarn und generell in alle westlichen Nachbarländer zu fliehen. Überall Staus, Menschen sitzen seit Tagen in Autos und Zügen fest, mitten auf der Straße, im Freien, sehen und hören Explosionen und Schüsse.

Die Widerstandskraft der Bevölkerung übertrifft alle Erwartungen, vor allem des Feindes. Die lokale Bevölkerung beschloss, nicht aufzugeben. Die ukrainische Armee tut ihr Bestes, um die Menschen und die Souveränität des Landes zu schützen, egal, ob sie dafür den Preis ihres Lebens zahlen müssen. Männer bis 60 greifen zu den Waffen und melden sich um den Streitkräften beizutreten, während der Präsident selbst häufig Nachrichten aus der Mitte der Schlachtfelder an die Bevölkerung teilt. Der Vorfall vom vergangenen Wochenende ist in dieser Hinsicht ein Beispiel: Ukrainische Grenzschutzbeamte auf der Insel Zmiinyi wurden von einem russischen Kriegsschiff kontaktiert und ihnen wurde gesagt, dass sie getroffen werden, wenn sie sich nicht ergeben. Sie kapitulierten nicht, sondern antworteten entschieden: „Russisches Kriegsschiff, f*** dich selbst“.

Wohnhaus in Kiew von russischer Rakete getroffen

Zivilisten melden sich in Scharen, um ihre Heimat zu verteidigen, sowohl Männer als auch Frauen, darunter lokale Persönlichkeiten und Akademiker, von jungem und älterem Alter. Die Leute bekommen Waffen ausgehändigt und lernen schnell, wie man damit umgeht. Diejenigen, die keine Waffen haben, vorbereiten zu Hause Molotowcocktails und werfen sie auf russische Panzer und Militärtransporter, während sie ihnen begegnen. Menschen in Städten und Dörfern gehen buchstäblich mit bloßen Händen auf russische Panzer zu und stellen sich ihnen in den Weg, um sie nicht durchzulassen. Zivilisten schließen sich zusammen, um ihre Häuser zu schützen und Saboteure und russische Soldaten gefangen zu nehmen.

Die lokalen ukrainischen Bewohner der besetzten Städte versammeln sich furchtlos neben Regierungsgebäuden, um gegen die russischen Marionetten zu protestieren, die derzeit die Kontrolle über die örtlichen Institutionen haben. Sie singen die Nationalhymne, fordern die russischen Soldaten auf, dorthin zurückzukehren, wo sie hergekommen sind, und informieren die Besatzer: „Putin ist ein Arschloch“.

Anderswo schüchtern rüstige und versierte Dorfbewohner russische Soldaten ein und schleppen ihre zurückgelassenen Panzer in die Vorgärten ihrer Gebäude.

Der ukrainische Geist bleibt trotz der Strapazen der letzten Kriegstage ungebrochen. 

Die Worte der Nationalhymne dienen als ermutigender Gesang, als Motto – als wahr werdende Prophezeiung in Echtzeit:

Die Ukraine ist noch nicht gestorben

Nicht seine Herrlichkeit, noch sein Wille

Das Schicksal wird über uns lächeln, ukrainische Brüder

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